web2

 10. & 11. Juli 2021

 

Eine Veranstaltung für alle, die sich für historische Räuber, Gauner und Vaganten begeistern...

 

WAS IST "IM WEB DA SIND DIE RÄUBER?"

Es handelt sich um eine Tagung mit Präsentationen und Vorträgen rund um das Thema "Räuber". Da zur Zeit Präsenzveranstaltungen schwer durchzuführen und zu planen sind, findet das Treffen online statt und kann von jedem Teilnehmer bequem von zu Hause aus verfolgt werden. Die Teilnahme ist kostenlos.MandrinZeichnung

 

UND SO GEHT'S:

  • Software von "Zoom" kostenlos herunterladen (https://zoom.us/) und istallieren
  • E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! und Zugangslink und Code erhalten
  • Einloggen und Vorträge bequem von zu Hause aus genießen

 

 

PROGRAMM

 

Samstag, 10. Juli 2021

 

9.45: Begrüßung

 

10.00: Raubritter im frühen 15. Jahrhundertraubritter

Referent: Hartmut Writh

Inhalt: Spannend wie ein Krimi: der reale Fall im Rahmen eines Handelskrieges im Dreierkonflik zwischen dem Kaiser, der Stadt Venedig und der freien Reichsstadt Nürnberg. Weil der Kaiser den deutschen Städten den Handel mit Venedig verbietet, sieht sich Nürnberg wirtschaftlich bedroht und schickt weiterhin seine Wagen in die italienische Stadt. Um diesen Handel zu unterbinden, beauftragt der Kaiser über den  Erzbischof von Salzburg die drei Brüder von Villach, drei Ritter die von Schwert gegen Geld leben und durch und durch Profis sind. Sie kapern einen Nürnberger Kaufmannszug, wobei eienr der Brüder getötet wird. Der berühmteste Fechtmeister der Epoche, Hans Thaloffer, spielt ebenfalls eine diffuse Rolle in dem Geschehen, in dem der älteste von Villach seinen gekaperten Nürnberger Handelsherren fast ein Jahr lang von Versteck zu Versteck im Augsburger Großraum schleppt. Ein Tatsachenbericht mit Hintergründen anhand von Beweisfotos aus der Zeit um 1432.

Dauer: ca. 30 Minuten


 11.00: Vom Leben und Sterben des Räubers Franz Troglauer (1754 - 1801)troglauerwebsite

Referent: Bernhard Weigl

Inhalt: Die Lebensgeschichte des Franz Troglauer aus der Oberpfalz braucht sich vor der von berühmten Räubern kaum verstecken. Trotzdem geriet er vollkommen in Vergessenheit. Erst durch die Akribischen Archivrecherchen des Referenten kam das Schicksal Troglauers wieder an den Tag. Ein spannendes Kapitel von unten.

Dauer: ca. 45 Minuten

 

 

 

 

 

PAUSE

 

13.00: Zwischen Drehbuch und Wirklichkeit - Räuberdarstellungen in Film und FernsehenGrandison

Referent: Dieter Schowalter

Inhalt: Am Beispiel von rund 15 Film – und Fernsehproduktionen seit den 1950er Jahren bis heute, soll dargestellt werden wie weit die historisch überlieferten Fakten in die jeweiligen Drehbücher eingeflossen sind. Taugt der echte Räuber überhaupt zum klassischen Filmhelden? Und was wurde zugunsten spannender Unterhaltung an der echten Historie geändert ? Und wie wirkte sich in Hinblick auf das Herkunftsland die Grundstimmung der jeweiligen Produktion aus? Neben Fragen zur Story werden auch Informationen zu den jeweiligen Schauspieler*innen, Drehorte, Kleidung und Requisiten behandelt . Eine kleine Reise durch 70 Jahre Filmgeschichte...

Dauer: ca. 45 Minuten

Abbildung Filmplakat "Grandison" aus dem Katalog des Badischen Landesmuseums zur Räuberausstellung 1995/96 “Schurke oder Held“, Hr. Thomas Goldschmidt

 

 

14.00: Vom Schlag getroffen: Der "Schwarze Veri"veriwebsite

Referent: Katrin Freund

Inhalt: Franz Xaver Hohenleiter, genannt der "Schwarze Veri" erlangte seine Berühmtheit nicht nur durch seine Funktion als Räuberhauptmann im Schwaben der napoleonischen Zeit. Vor allem sein spektakuläres Ende ließ so manchen erschauern und inspirierte gleichzeitig viele zeitgenössische Künstler. So haben wir dem Landschaftsmaler Johann Baptist Pflug einen Großteil der Abbildungen des Räubers zu verdanken und der Dichter Gustav Schab widmete ihm eine feurige Ballade. Der Vortrag behandelt den Räuberhauptmann und seine Bande.

Dauer: ca. 45 Minuten

 

 

 

 

 

Sonntag, 11. Juli 2021

 

9.45: Begrüßung

 

10.00: Wie fängt man Räuber? - Strategien gegen Räuberbanden in Oberhessen (19. Jahrhundert)

Referent: Dr. Sascha Reif

 oberhessenInhalt: Zu Beginn des 19. Jahrhunderts florierte die Bandenkriminalität in Oberhessen. Die Behörden waren ineffizient und unterbesetzt, das waldreiche Gebiet bot Rückzugsräume und Verstecke, die nahe Grenze zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt ermöglichte eine rasche Flucht in den jeweils anderen Rechtsraum. Die Bandenkriminalität florierte. Was taten die Behörden dagegen? Welche Strategien der Strafverfolgung nutzten sie, um die Räuber festzunehmen? Wie ging man rechtlich mit den Tätern um und welche offiziellen Stellen waren es, die mit der Ergreifung von Räubern betraut waren? Der Blick auf Oberhessen ermöglicht es, unterschiedliche Staatssysteme und deren Bekämpfungsmethoden ebenso zu untersuchen wie die Art und Weise, wie die Räuber darauf reagierten und versuchten, sich der Verfolgung zu entziehen.

Dauer: ca. 30 Minuten

 

11.00: "Je schauriger umso lieber" - der 'Bayerische Hiasl' im Figurentheater mandrinwebsite

Referent: Katrin Freund

Inhalt: Der Stoff um den Wildschützenhauptmann stellte im Puppenspiel des 18. und 19. Jahrhunderts eines der beliebtesten Themen überhaupt dar. Der Vortrag beschäftigt sich einerseits mit der Wandlung und Veränderung des Figurentheaters in dieser Zeit und arbeitet andererseits heraus, was in diesem Zusammenhang die enorme Faszination am "Bayerischen Hiasl" hervorgerufen hat. Dabei werden zwei historisch überlieferte Stücke im Original behandelt.

Dauer: ca. 45 Minuten

 

 

 

 

 PAUSE

 

13.00: Der erste Tanz der Clara Schuster - wie einst eine junge Bäckerstochter den Bayerischen Hiesel kennenlernteHiaslwebseite

Referent: Michael Köster

Inhalt: Noch 1858 lebte in Mering eine Frau, die als junges Mädchen mit dem Bayerischen Hiesel getanzt haben wollte. So jedenfalls schreibt es der Kissinger Schulmeister Johann Nepomuk Nöggler in der 1867 erschienenen Neuauflage seiner Biografie über den berühmten Wildschützen vom Lechrain. Wer aber war diese Frau? Konnte ihre Geschichte überhaupt stimmen? Wo hatte ein junges Mädchen zur damaligen Zeit überhaupt Gelegenheit an einem Tanz teilzunehmen? In einer kurzen Präsentation stelle ich die heutige Quellenlage vor - was wir genau wissen und was wir annehmen dürfen.

Nichts ist verblüffender als die Wahrheit, nichts exotischer als unsere Umwelt, nichts phantastischer als die Wirklichkeit (Egon Erwin Kisch).

Dauer: ca. 45 Minuten

 

 

Die Teilnahme ist kostenlos und nicht beschränkt.

 Änderungen vorbehalten.

 

 

   
© 2021 Katrin-la-Coquillarde
Zur fortlaufenden Verbesserung meiner Webseite verwende ich Cookies. Informationen über den Einsatz von Cookies auf dieser Webseite erhalten Sie in meiner Datenschutzerklärung. Um nicht gegen geltende Gesetze zu verstoßen, benötige ich dazu Ihr ausdrückliches Einverständnis.